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Informationen zu keramischen Fliesen

Informationen zu keramischen Fliesen

Wichtige Informationen zu keramischen Fliesen und ihren Eigenschaften.

Grundsätzlich wäre zu unterscheiden zwischen Wandfliesen (Steingut) und Bodenfliesen (Steinzeug oder Feinsteinzeug, glasiert oder unglasiert).

Wandfliesen (Steingutfliesen) – Material das keiner Frostsicherheit, Abriebfestigkeit und auch Druckfestigkeit unterliegt, da dieses Material nur zur Verkleidung im Wand Innenbereich dient.

Bodenfliesen (Steinzeug oder Feinsteinzeug, glasiert oder unglasiert) – Material ist universell für Wand und Boden einsetzbar.

Fliesen sollten je nach Verwendungszweck folgenden Kriterien entsprechen.

Um eine Gewährleistung für die Güteeigenschaften der Fliese zu haben, sollten diese der Norm EN 14411 entsprechen.

Bodenfliesen der Gruppe BIa und BIb sind frostbeständig nach Norm EN ISO 10545-12, Die Frostbeständigkeit ist jedoch nur bei fach; und sachgerechter Verlegung und auch nur auf einwandfreien Untergrund gewährleistet.

Die Abriebfestigkeit bei glasierten Bodenfliesen wird in Gruppen eingestuft:

Abriebgruppe 1 - sehr leichte Beanspruchung

Abriebgruppe 2 - leichte Beanspruchung

Abriebgruppe 3 - mittlere Beanspruchung

Abriebgruppe 4 - hohe Beanspruchung

Abriebgruppe 5 - Starke Beanspruchung

Unglasierte Bodenfliesen haben keine Abriebgruppe und sind somit hoch beanspruchbar.

Bei Bodenfliesen wird zudem noch nach Kaliber (Größe) unterschieden ( Erkennbar an z. B. folgenden Buchstabenkombinationen 45F 7 oder OEO 7, Fliesen aus einer Lieferung sollten immer nur ein Kaliber haben), da durch den Brennprozess leichte Schwankungen in der Größe auftreten, welche aber im Rahmen der Norm zulässig sind. Dies gilt auch für kalibriertes oder rektiviziertes (geschnittenes) Material.

Das Nennmaß (z.B. 30/30cm) einer Fliese weicht immer vom Richtmaß (z.B. 29,7/29,7cm) ab. Denn das Richtmaß beinhaltet die Fuge (Modul).

Bei der Rutschhemmung von Bodenfliesen wäre zu beachten für welchen Zweck oder gewerblichen Einsatz wird die Fliese ausgesucht wird. (Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr nach der deutschen Richtlinie BGR 181) Spezielle Anfragen können an Hand unserer Tabellen beantwortet werden.

Es wird unterschieden nach Rutschhemmungsklasse R9 bis R13, sowie nach Wasserverdrängung V4 bis V10 und Barfußbereiche von A bis C.

Außerdem ist zu beachten, das Fliesen nach der Produktion nach Brandfarben sortiert werden. (Erkennbar an z.B. Folgenden Buchstabenkombinationen 45F oder OEO, Fliesen aus einer Lieferung sollten immer nur eine Brandfarbe haben). Kleinere Schwankungen der Temperatur oder der Zeit im Ofen, können bei einer neuen Produktion Farb; oder Größenunterschiede hervor rufen. Aus diesem Grund werden Fliesen nach der Produktion in Brandfarben bzw. Nuancen eingestuft.

Auch Fliesen 1. Wahl können Maßtoleranzen, Farbschwankungen sowie leichte Beschädigungen aufweisen, dies ist prozentual in der Norm festgehalten und somit nicht immer ein Beanstandungsgrund.

Polierte Feinsteinzeug Fliesen sollten nach den Verlegearbeiten abgesäuert und impregniert werden.

Verlegehinweise – Der Verleger sollte vor Beginn der Fliesenarbeiten das Material auf Mängel überprüfen und eventuelle Bedenken vor der Verlegung anmelden. Außerdem wäre darauf zu achten ob es sich um richtungsgebundene Ware handelt, da diese sonst Maßtoleranzen aufweisen könnte. Normzuläßige Toleranzen sind über die Fugen auszugleichen. Bei Kombibelägen aus Wandfliesen und Bodenfliesen, sowie kalibrierten und unkalibrierten Fliesen, ist die Kombinationsmöglichkeit vor dem Verlegen zu überprüfen und gegebenen Falls durch die Fugen auszugleichen. Der Verleger sollte auch immer aus meheren Paketen gleichzeitig verlegen um die Optik zu gewährleisten. Fliesen sollten Hohlraumfrei und satt im Kleber liegen. Reklamationen nach Abschluß der Verlegearbeiten, werden seitens der Hersteller nicht mehr anerkannt. 

 

Diese Information wurde veröffentlicht, am Freitag, 15. Mai 2009.
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